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Spanielrassen
Es gibt ja bei den Spaniels neun verschiedene Rassen,die werde ich hier im einzelnen vorstellen.
Der Amerikanischer Cocker Spaniel

Erscheinungsbild:
Der Amerikanische Cocker Spaniel ist das kleinste Mitglied in der Gruppe der Hunde für Jagd- und Fischereiliebhaber. Er hat ein kräftiges, kompaktes Gebäude, einen fein gemeißelten, edlen Kopf und ist insgesamt ein völlig ausgewogener Hund von idealer Grösse. Er steht gut aufgerichtet auf geraden Vorderläufen, wobei die Rückenlinie leicht abfällt bis hin zur kräftigen, angemessen gewinkelten, bemuskelten Hinterhand. Er ist ein Hund, tauglich zu beträchtlicher Schnelligkeit, verbunden mit grosser Ausdauer. Vor allem muß er ungezwungen und fröhlich sein, gesund, insgesamt gut ausgewogen und in der Bewegung eine große Neigung zur Arbeit zeigen. Ein in allen Teilen gut ausgewogener Hund ist wünschenswerter als einer mit stark gegensätzlichen guten Punkten und Fehlern.
Der American_Waterspaniel

Erscheinungsbild:
Der Amerikanische Wasserspaniel ist ein aktiver, muskulöser Hund von mittlerer Grösse mit einem «ondulierten» (gewellten) bis gelockten Haarkleid. Von besonderer Bedeutung ist eine zweckmäßige Grösse, die Harmonie insgesamt, die Beschaffenheit des Haarkleides und die Farbe. Ein stabil gebauter und gut bemuskelter Hund, voller Kraft und Qualität. Die Rasse hat so viel Substanz und Knochen wie nötig, um die gesamte Muskulatur zu tragen, aber nicht so viel, um schwerfällig zu erscheinen.
Verwendung:
Der Amerikanische Wasserspaniel wurde in den Vereinigten Staaten als ein vielseitig brauchbarer Jagdhund entwickelt, gezüchtet zum Apportieren vom Skiff oder Kanu aus und zur Arbeit auf dem Land, das mit relativer Leichtigkeit.
Clumber Spaniel

Erscheinungsbild: Gut ausgewogen, stark knochig, lebhaft, mit einem nachdenklichen Ausdruck. Seine gesamte Erscheinung drückt Kraft aus.
Charakteristika: Unerschütterlich, großmütig, hochintelligent, mit einer ihm eigenen Körperhaltung, die seine natürliche Anlage betont. Ein stummer Arbeiter mit einer ausgezeichneten Nase.
Wesen:
Beharrlich, zuverlässig freundlich, erhaben, zurückhaltender als andere Spaniels, keine Neigung zur Aggressivität zeigend.
Englisch Cockerspaniel

Erscheinungsbild:
Zuerst wurde der Englische Cocker Spaniel in Devonshire und Wales gezüchtet und hier vor allem von Dr. W. W. Boulton gefördert. Dieser gewann mit seiner Hündin „Rhea“ in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts viele Preise. Die Hündin „Rhea“ war auch die Mutter zweier für die Cockerzucht bedeutender Hunde „Captain“ und „Rose“. In das restliche Europa gelangten die Englischen Cocker Spaniel erst im Jahre 1886. Aus diesem Jahr stammen die Eintragungen von drei englischen Tieren, nämlich von zwei braunweißen Rüden und einer braunweißen Hündin in dem Band II des Schweizer Hundestammbuchs. Zu dieser Zeit unterschied man auch noch zwei Typen von Cocker Spaniels, den „Setter“ - und den wesentlich massigeren „Cob“ - Typ, der aber nach und nach verdrängt wurde. Im „Centralblatt für Jagd – und Hundeliebhaber“ (1902) schrieb ein Jäger, daß der Cocker Spaniel sich jetzt auch Literatur 4 langsam wieder seiner ursprünglichen Form nähern würde. Der Vorstellung eines idealen Cocker Spaniels entsprach damals die schwarzweiße Hündin „Cigale de St. Marcellin“. Diese war mit einem Stockmaß von 33 cm relativ klein und hatte eine sehr spitze Schnauze. Nach E. Hauck (1967) wird der Cocker Spaniel in seiner heutigen Erscheinungsform seit den 30 - er Jahren des 20. Jahrhunderts gezüchtet. Seine Kopfform soll durch die Einzüchtung von Irish Settern entstanden sein. Die Englischen Cocker Spaniels erfreuen sich in ganz Europa einer hohen Popularität. So stieg die Zahl der registrierten Welpen im Jagdspaniel Klub e.V. seit 1970 stetig an und der Englische Cocker Spaniel hielt Einzug in die Top Ten der beliebtesten Familienhunde.
Auch veränderte sich die Nutzungsart des Englischen Cocker Spaniels. Während er früher rein als Jagdhund geführt wurde, wird er heute wegen seines freundlichen Charakters vorwiegend als Familienhund gehalten. Dies spiegelt sich auch im Zuchtbuch des Jagdspaniel Klubs in Deutschland wieder. So haben von 4300 registrierten Englischen Cocker Spaniels im Jahr 1962 nur noch 81 eine Gebrauchs – bzw. Anlagenprüfung als Jagdhund absolviert. Nach Österreich wurde er um die Jahrhundertwende eingeführt.
Verwendung :
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der Cocker Spaniel fast ausschließlich als Stöberhund eingesetzt. Aber schon in den zwanziger und noch mehr in den dreißiger Jahren war er als Familienhund verbreitet. Vor allem in den Jahren 1950 bis 1970 begann die große Zeit des Begleithundes Cocker Spaniel. Er machte so sehr Furore, daß er in die Liste der zehn in Deutschland am verbreitesten Rassen aufstieg, und in der Liste der Top Ten hat er sich bis heute gehalten. Damit zusammenhängend ging seine Bedeutung als Jagdhund zumindest gemessen an der Gesamtpopulation zurück. Heute ist eher wieder eine Renaissance des jagdlich geführten Cocker Spaniels zu erkennen.
Englisch Springer Spaniel

Erscheinungsbild:
Durch seinen Körperbau ist der English Springer Spaniel den anderen Spanielschlägen gegenüber leistungsfähiger, was sich natürlich auch beim Apportieren auswirkt. Sein Kopf ist von mittlerer Länge, nicht zu breit im Oberkopf mit richtigem Fang-Oberkopf-Verhältnis. Die Augen sind nicht zu voll, nie rund und so dunkel als möglich mit wachsamem, freundlichem Blick. In Augenhöhe ist der Behang angesetzt. Der lange muskulöse Hals soll möglichst eine leichte Biegung aufweisen. Das Gebäude ist quadratisch und kompakt mit kräftig entwickelter Brust und ebensolchen Rippen. Die Vorhand zeigt korrekte Winkelung, die der Hinterhand ist ausreichend. Die lebhaft gerichtete Rute wird nie über der Rückenlinie getragen. Das Haar ist schlicht, glatt, dicht anliegend und wasserundurchlässig in allen bei den Landspaniels zugelassenen Farben, wobei weiß und braun, weiß und schwarz oder eine dieser Farben mit lohfarbenen Abzeichen bevorzugt werden.
Verwendung:
Stöber- und Apportierhund
Symmetrisch gebaut, kompakt, kräftig, fröhlich, lebhaft. Von allen Britischen Landspaniels am höchsten auf den Läufen und am rassigsten im Körperbau.
Die Rasse ist alten und reinen Ursprungs, älteste der Jagdhunderassen. Ursprünglicher Zweck war das Finden und Aufjagen des Wildes bei der Netzjagd, der Jagd mit dem Falken oder dem Greyhound. Wird jetzt gebraucht um Wild zu finden, hochzumachen und nach dem Schuß zu apportieren. Freundlich, unbekümmert, gehorsam. Ängstlichkeit oder Aggressivität höchst unerwünscht.
Field Spaniel

Erscheinungsbild:
Der Field Spaniel hat einen gut entwickelten Schädel mit deutlich hervortretendem Hinterhauptbein, eine magere und trockene Backenpartie, mittellange Behänge, einen nicht zu breiten Nasenrücken sowie eine schwarze, kräftige, weit geöffnete Nase. Er muß ein Scherengebiss aufweisen. Die Augen sind mittelgroß und gut eingesetzt, schwarz bis dunkelbraun, die Lider geschlossen. Mäßig lange Ohren, breit und tief angesetzt, hängen in schönen Falten mit eingedrehtem unterem Rand herab. Der lange, starke und muskulöse Hals geht in den mäßig langen Rumpf über. Der Rücken ist sehr stark und muskulös, die nur leicht gewölbte Lendenpartie ist kompakt. Nicht zu breit, aber tief muß die gut aufgerippte Brust sein. Mit einer welligen Feder geschmückt wird die im Ansatz kräftige, kupierte Rute (bei Hunden im Jagdeinsatz gestattet die deutsche Gesetzgebung ausnahmsweise das Kupieren, ansonsten ist es auch beim Field Spaniel verboten) in schöner Verlängerung der Rückenlinie mit leichter Abwärtsrichtung getragen. Das dichte, glatte, leicht gewellte und lange Haar glänzt seidig und ist von feiner Beschaffenheit, an der Brust, dem Bauch und den Rückseiten der Läufe reichlich, unterhalb der Sprunggelenke kurz. Es kommt in verschiedenen Farben vor: schwarz, leberbraun oder schimmel, jeweils mit lohfarbenen Abzeichen.
Verwendung: Stöber- und Apportierhund. Ideal für harte Jagdeinsätze oder als Begleiter für den Bewohner auf dem Lande. Paßt nicht in die Stadt.
Gut ausgewogen, edel, tüchtiger Jagdspaniel, gebaut für Aktivität und Ausdauer.
Wesen: Ideal für harte Jagdeinsätze oder als Begleiter für den Bewohner auf dem Lande. Paßt nicht in die Stadt. Außergewöhnlich gelehrig, lebhaft, feinfühlig, selbständig.
Irish Water Spaniel
Man nennt den Irish Water Spaniel den Clown unter den Spaniels und sagt, er sei gelehrig wie der Pudel, feinnasig wie der Setter und stöberfreudig wie alle Spaniels, wozu noch die große Wasserpassion kommt. Insgesamt ist wenig über die Entstehung dieser alten Rasse bekannt, doch sicherlich haben große Pudel und Setter zu seinen Ahnen gehört. Erstmalig wurde er 1862 auf einer Hundeausstellung in Birmingham ausgestellt und anschließend als eigenständige Rasse anerkannt. Er verbreitete sich sehr schnell und bewahrte sich seine Anhängerschar. Seine große Aktivität, gepaart mit viel Bewegungsdrang, verlangen, daß er gearbeitet wird.
Verwendung: Der Irish Water Spaniel kann leicht abgerichtet werden, um sich für die meisten Arten der Jagd zu eignen: er will jagen, oft vorstehen und bereitwillig aus schwierigem Dickicht apportieren. Das Gebäude und das Naturell der Rasse haben ihn traditionell für die Jagd auf Flugwild beliebt gemacht. Zuhause ist er ein guter Familienhund, liebt Kinder und ihre Spiele, mit Sinn für Humor. Er ist kritisch Fremden gegenüber.
Stolz; er zeigt große Intelligenz und Ausdauer verbunden mit von kühnem, forschem Eifer geprägtem Temperament, enormer Kondition und Ergebenheit. Ein guter Familienhund mit Sinn für Humor, aber mißtrauisch gegenüber Fremden.
Sussex Spaniel

Erscheinungsbild:
Der Sussex Spaniel gehört zu den alten, wenn auch nicht zu den "ur"- alten Rassen. Seine Geschichte geht zurück auf die letzten Jahre des 18. Jahrhunderts. 1795 wurden die ersten Sussex Spaniels im Zwinger von E. A. Fuller Esq. of Rosehill inn der Grafschaft Sussex geworfen. Mehr als 50 Jahre bemühte sich Fuller darum, den Sussex im Aussehen und in seinen Eigenschaften zu festigen. Danach fehlte der Zucht die konsequente Betreuung, die Sussex wurden mit anderen Spaniels gekreuzt, der rein gezogene Sussex ging verloren. Erst 1923 gab es einen neuen Anlauf, diese schöne Rasse wieder aufleben zu lassen. Inzwischen ist der Sussex Spaniel in England wieder zu einer festen Größe in der Spaniel-Familie geworden.
Der Sussex Spaniel ist erfolgreich im Mutterland als Jagdhund geführt worden, er arbeitet, wenn man den Berichten glauben darf, laut im dichten Unterholz. Meist wird er inzwischen aber als Begleithund gehalten.
Massiv, kräftig gebaut. Lebhafter, tatkräftiger Hund, dessen charakteristische Gangart ein eindeutiges Rollen ist und ganz anders ist als das der übrigen Spaniels.
Natürliche Anlage zur Arbeit; gibt Laut bei der Arbeit im dichten Unterholz. Freundliches Wesen; Aggressivität höchst unerwünscht.
Welsh Springer Spaniel

Erscheinungsbild:
Mittelgroßer Hund mit kleinen Behängen und befederter Rute. Der Schädel steht in gutem Verhältnis zum Fang, ist mäßig lang, leicht gewölbt und hat einen betonten Stop. Unter den haselnuß- bis dunkelbraunen Augen, die mittelgroß und gut geschlossen sind, ist der Kopf gut modelliert. Der mittellange Fang ist gerade und ziemlich viereckig. Gut entwickelt ist die fleischfarbene oder dunkle Nase. Die starken Kiefer haben ein Scherengebiss. Ziemlich tief angesetzt sind die anliegend herabhängend getragenen Ohren. Die Länge des Rumpfes steht in gutem Verhältnis zur Länge der Läufe, der Hals ist lang und muskulös, er geht ohne Wamme in die Schulter über, die lang und schräg ist. Die tief angesetzte Rute wird niemals über der Rückenlinie getragen. Das Haarkleid ist dick, glatt anliegend und seidig glänzend, niemals hart oder wellig, immer mit lebhaftem rot und weiß.
Der Welsh ist ursprünglich als Arbeitshund gezüchtet worden. Er arbeitet passioniert, willig und ausdauernd und zeigt enormen Vorwärtsdrang. In Wald, Feld und Wasser fühlt er sich gleichermaßen zu Hause. Obwohl er zu den Stöberhunden gehört und sich als ein solcher erweist, ist von ihm auch die Veranlagung zum Markieren von Wild bekannt. Er apportiert gern und bringt bis zur Größe eines Hasen. In Deutschland wird der Welsh wieder erfolgreich auf Prüfungen geführt, was bei seiner Veranlagung zu begrüßen ist. Zum überwiegenden Teil wird diese Rasse jedoch als Begleithund gehalten, man muß sich aber bewußt sein, daß der Welsh seinen täglichen Auslauf benötigt; und es gibt für den Hund nichts Schöneres, als durch das Gelände zu streifen und für den Besitzer – neben der eigenen Bewegung – als sich an dem Bild zu erbauen, wenn jener seinem Namen "Springer" alle Ehre macht. Für den Welsh sollte man hoffen, daß er das Original bleibt, das er seit Jahrhunderten darstellt und niemals Modetrends unterworfen sein wird. Es wäre schade um das "real Welsh fire in ist ancient blood".
Charakter:
Ein ganz besonders treffendes Bild zeichnet zeichnet diesen Hund aus
Kein Trottel, kein Schoßhund, süß und sanft, manchmal rebellisch, wechselhaft wie der Wind in den Bergen von Wales, aber immer lieblich wie diese.
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